TROLLE - Born to be bad!!!

Die wahren Heavyweights der Armeen der Finsternis - bestialische Kreaturen, die selbst jene geringen Mengen Hirnschmalz und Verschlagenheit missen lassen, derer sich Orks und vergleichbares Gewürm befleißigen. Ihr Ursprung verliert sich im Dunkel, doch sprechen Chronisten und Gelehrte von frühen Kreuzungen anderer nichtmenschlicher Rassen, wie Orks und Riesen, oder kruden Versuchen in den Brutkesseln des Bösen, die schiere Kraft der Baumhirten zu imitieren. Wie dem auch sei, auch die Trolle entwickelten allmählich ihre eigene seltsame Kultur und breiteten sich rasch über weite Teile Midgards aus. Doch trotz ihres ausgedehnten Habitats (Gebirge, Berge, Hügel, ...) stellen Trolle keine sehr große Population, da sie sich nur selten fortzupflanzen pflegen (was möglicherweise mit dem extrem abstoßenden Äußeren der weiblichen Trolle zu tun haben könnte).

Alle Trolle sind unter den meisten Völkern und Rassen gemeinhin unbeliebt, insbesondere aber unter Zwergen, die sich meist in Berserker verwandeln, wenn ihnen ein Angehöriger dieser Rasse über den Weg läuft. Diese Abneigung entstammt einem Vorfall, der viele Jahrhunderte zurückliegt, noch lange vor dem Krieg der Magier, als der große Zwergenheld Harlak Vanagrimsson bei der Bahnung einer Passage durch das waelische Zentralmassiv von einem Stamm Hügeltrolle erschlagen wurde. Selbst zuvor wußte ein Zwerg, daß er keine Gnade von Händen eines Trolls erwarten durfte - der plötzliche Tod eines der Kontrahenten beendete die Angelegenheit. Doch bei dieser Gelegenheit, wie auch immer, gelang es dem hinterhältigen Schamanen der Hügeltrolle Vanagrimsson als Zombie wiederzuerwecken und unter seine Kontrolle zu zwingen. Für die drei folgenden Jahre stöhnten die Zwerge Dvarheims unter den Attacken ihres geliebten Helden als Anführer der Hügeltrollarmeen, bis ein Suchtrupp den Trollschamanen aufstöberte und seinem Leben ein Ende setzte. Wann immer nun ein Zwerg auf einen Hügeltroll trifft, kämpft er auf Leben und Tod, betend, daß falls er falle, sein Körper so schwer verletzt sei, daß er sich niemals mehr erheben könne.

Trolle organisieren sich nicht in Nationen, und bloß Hügeltrolle versammeln sich in Stämmen. Einzig in den Armeen des Bösen findet man Trolle, die zusammen arbeiten und kämpfen, obwohl ihr Temperament sie auch öfters untereinander als gegen den Feind kämpfen läßt. Sie sind rauhe, brutale und widerspenstige Kreaturen, die Orkbier und Gewalt lieben, und dabei alles andere als feige im Kampf sind. Orks nützen in diesem Sinne ihre extreme Dummheit aus, und lassen sie meist an vorderster Front in die Schlacht ziehen. Zur Tarnung dieses Umstandes erhalten Trolle großartige Titel und spezielle Privilegien, wie etwa, sich an den Toten nach einer Schlacht laben zu dürfen. Natürlich übersehen es die Ork-Kommandanten, die Trolle darauf hinzuweisen, daß ihre Überlebenschancen in den ersten Reihen am geringsten sind! Tja, so ist der Weg des Chaos, mit den Starken, die die Dummen reinlegen, und dem Tod, der sie allesamt in die Pfanne haut.

Ach ja! Und warum ausgerechnet etwas über Trolle? Weil die Armen in einem der letzten Gildenbriefe mit Yetis, Gorillas, irgendwelchen minangpahitischen Dämonen und gütigen Heilern verwechselt und ihr Ruf glatt ins Lächerliche gezogen wurde; dabei haben sie ja doch nur den einen Traum:

Einmal so richtig die Bösen sein.

Kurz nachdem ich dann also den GB gelesen hatte, mußte ich an die gute alte Zeit denken (die Achziger), wo noch nicht jeder Orks, Oger, Trolle und Schwarzalben spielen wollte - ach!

Aus den 80ern stammt auch "Titan - The Fighting Fantasy World", Marc Gascoignes geniale Weltbeschreibung für die damals erschienenen Steve Jackson & Ian Livingstone Abenteuerbücher - ein faszinierendes Sammelsurium bester Fantasytradition also! Dort waren Trolle eben noch born to be bad; in diesem Sinne habe ich den obigen Artikel übertragen, auf daß solches Wissen nicht ganz in Vergessenheit gerate.

Und zur Draufgabe jetzt noch eine englische (weil schwer zu übersetzende) Abhandlung über den griffigen Humor dieser Kerle! (natürlich aus demselben Werk tiefster Inspiration!)

TROLL HUMOUR

Trolls are known in many lands for their sense of humour, which is highly developed, but rather unsophisticated, to say the least. Repetitive in nature and brutal in content, it provides great insights into the workings of the Troll mind. The greatest Troll comedian of all time is widely recognized to have been one Zark the Violent, who used to wander the Flatlands of the North with his travelling show, until he was unfortunately killed after playing to an audience of Dwarfs by mistake while drunk on cheap Orc ale. Here are a few chestnuts from his vast repertoire of the very best in Troll humour:

Why did the Dwarf cross the road?
Because I said if he didn't I'd cut off his feet and stick them up his nose!
Ugh!Uhg!

What do you get if you hit a Dwarf with a very large rock?
A big laugh!
Ugh!Uhg!

What would you say to a Dwarf with twelve helmets on?
Nothin', you just hit him in the stomach instead!
Ugh!Uhg!

How do you get six Dwarfs into an ox-cart?
Well first you take a big axe and you cut them up into little pieces, then you eat them, and then y o u get in the ox-cart!
Ugh!Uhg!

Ugh!Uhg!
Greetinx to all of you!

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Robert Eibl

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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