Das Gasthaus 'Zum freundlichen Soltyken'

(eine Hintergrund-Anregung)

In einem kleinen verschlafenen Landstrich von Alba, in geringer Entfernung zur Handelsroute zwischen Adhelstan und Tidford liegt das Gasthaus 'Zum freundlichen Soltyken'. Nur wenige Gebäude befinden sich in seiner Nähe und diese werden von denen bewohnt, die ihre Arbeit im und um das Gasthaus verrichten. Dem müden Wanderer, der des Weges kommt fällt schon von weitem der Rauch auf, der durch den roten Schornstein des Gasthauses entweicht. Meist trägt er einen vorzüglichen Geruch nach Braten mit sich (Ergatin, der Koch, ist bekannt für seine hervorragenden Würzmischungen), der einem ohne Mühe das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Bei Einbruch der Dunkelheit lockt dann noch zusätzlich der unruhige Schein des Kaminfeuers, der wohlige Wärme und einen gemütlichen Umtrunk verspricht. Das Gasthaus selbst ist zum größten Teil aus massiven Holz gebaut, das von einem Grundkonstrukt aus gemauerten Steinsäulen getragen wird. Natürlich ist auch der Kamin, wie der Schornstein, aus Stein erbaut. Der Anstrich des Gebäudes ist in Weiß und Schwarz gehalten und nur die vordere Eingangstür und ihr Rahmen weisen Verzierungen in der Farbe Rot und etwas Silber und Gold auf. Senkrecht zur Front des Hauses ist ein Metallschild in der Form ein Vogels (einer Art Kranich) aufgehängt. Neben dem Haus befindet sich eine Stallung für die Pferde der Gäste, eine weitere befindet sich hinter dem Gasthaus, die neben einigem Nutzvieh, zwei Pferde und zwei Fohlen beherbergt.

Würde ein neugieriger Wanderer das Gebäude umlaufen, um denn zu sehen, was sich dahinter befinden mag, so könnte es sein, daß 'Reccs', ein lieber vierbeiniger Freund des Wirtes, Laut gibt und darauf aufmerksam macht. Reccs ist nicht angekettet, entfernt sich jedoch nicht ohne Grund vom hinteren Hof des Hauses weg, den er bewacht und als sein Revier betrachtet. Sollte sich in Unbekannter in sein Revier wagen, wird er wie oben beschrieben Handeln. Sollte die Person (das fremde Tier) nicht zurückweichen oder verharren, sondern sogar angreifen, so kommen die im Regelwerk beschriebenen Daten des nicht mehr ganz so lieben Reccs (großer Hund) zur Verwendung.

Der hintere Hof des Gasthauses ist jedoch auch von der Wirtsstube und den im ersten Stock gelegenen Ruheräumen für die Gäste einsehbar. Neben einem Brunnen (dem jedoch nur Wasser für die Pflanzen und die Tiere entnommen wird, ein weiterer befindet sich im Keller) mit einer Winde und zwei Tischen und je einem Paar Holzbänken, befindet sich nichts weiteres auf dem steinernen Teil. Der erdene Teil enthält einige Reihen Kräuter und neben etwas Wiese auch einige Bereiche mit Blumen, die im Frühling und im Sommer leuchtende Farben zeigen. An wärmeren Tagen wird den Gästen hier das Frühstück serviert, um in Ruhe die Gaststube reinigen zu können. Der Wirt, sein Name ist Ismael Larthain, ist eine robuste Gestalt mit einem breiten, aber nicht unansehnlichen Gesicht und großen, freundlichen Händen. Ismael legt außerordentlichen Wert darauf, daß sowohl Gaststube, als auch die Zimmer der Gäste, penibel sauber gehalten werden.

Sollte der Reisende das Gasthaus betreten, so wird er also ersteinmal angenehm überrascht sein. Die Temperatur der Stube ist immer angenehm und die verschiedenen Ecken und Winkel des Raumes bieten sowohl schattige, als auch hell erleuchtete Flecken. Außer an die Bartheke, die aus verschnörkeltem Holz bestehend eine der Wände ziert, kann man sich auch an einen der sieben Tische setzen, die in verschiedenen Größen von zwei bis zehn Leuten Platz bieten. Die Stühle sind allesamt sehr robust und tragen auch Personen größeren Gewichts.

Eine der Raumnischen, der Theke gegenüber, enthält ein kleines Podest, auf dem etwa drei Musiker Platz finden können. Manchmal findet sich unter den Reisenden der eine oder andere fähige Sänger und unterhält die Anwesenden mit seiner Kunst. Auch Geschichtenerzähler und Trickser sind im 'Freundlichen Soltyken' herzlich willkommen und werden in der Regel, neben dem Trinkgeld der Zuschauer, mit einem kostenlosen Essen entlohnt. An manchen trüben Tagen, wenn es gilt die Laune der Gäste zu heben, erklärt sich auch Eleonore, die Frau Ismaels, bereit auf ihrer Harfe zu spielen und dabei zu singen. Sie kennt einige der schönsten albischen Lieder und auch einige anderer Herkunft, die sie von Gästen aufschnappte. Kaum ein Gast ist nicht von Eleonore begeistert. Deshalb fand es Ismael manches Mal schon notwendig, einen zu angetrunkenen Gast von seinem Knecht Rieksok (kein Nachname, aber groß und stark und wenig klug) auf sein Zimmer oder vor die Tür bringen zu lassen.

Wo wir gerade beim Trinken sind, Ismael hat eine reichliche Auswahl, sowohl sehr edler, als auch günstiger Getränke. Er läßt es sich nicht nehmen, seine Kundschaft ein wenig darüber Auszuhorchen, womit sie handeln, oder zu welchem Zweck ihre Reise ist und, bittet sie gegebenenfalls um den Verkauf einiger Liter ihrer Ware. So ist es durchaus möglich, daß sich auch schonmal eine etwas exotischere Flüssigkeit in einem der Gefäße hinter der Theke verbirgt, deren Wirkung und Herkunft nur schwer einzuschätzen ist. Natürlich verfügt er auch über die lokalen Getränke, wie Weine und einem dunklen, malzigen Bier mit hellem Schaum, daß von den Einheimischen Gästen mit Vorliebe getrunken wird.

Sollte ein Gast nach einer stärkeren Spezialität fragen, so wird Ismael zu einer Glaskaraffe greifen, deren Inhalt in einem satten goldenen Ton erstrahlt. "Erfreut Euere Kehle mit diesem Trunk hier, edler Herr. Diesen guten Schluck habe ich selbst gebrannt und laßt Euch versichern, es ist unter den Getränken wie die Auster unter den Meeresfrüchten. Ich hoffe Ihr wißt was eine Auster ist ?"

Mit einem Lächeln gießt Ismael dann ein Glas für den Gast voll, nachdem er mit andächtigem Blick seine Nase kurz über die Flaschenöffnung gehalten hat. Gäste die den Trunk auf einmal runterstürzen, werden wohl in einen heftigen Hustenanfall verfallen, denn es handelt sich bei dem 'goldenen Wasser' natürlich um Whiskey, allerdings eine starke Version, mit etwa 50 Umdrehungen.

Personen:

Der Wirt Ismael Larthain - (Händler, Grad 1):
12LP, 9AP - OR - RW75, HGW75, B24
Angriff: Kurzschwert +5 (1W6), Dolch+5 (1W6-1)
Abwehr +11, Resistenz+10/12/10
Geschäftstüchtigkeit, Beredsamkeit +8, Reiten +15, Menschenkenntnis+4, Schnapsbrennen, Lesen und Schreiben, Rechnen

Eleonore Larthain, die Frau Ismaels - (Bardin, Grad 1):
11LP, 6AP - OR - RW70, HGW60, B24
Angriff: Dolch +5 (1W6-2), Abwehr +11, Resistenz
Musizieren (Harfe), Sagenkunde+4, Tanzen, Kochen
Lied der Tapferkeit, Lied der Tanzlust

Rieksok, der Knecht - (Barbar, Grad 1):
15LP, 10AP - OR - RW80, HGW90, B20
Angriff: Dolch+7 (1W6+2), Keule+5 (1+2), Kriegshammer+5 (1W6+3), Bogen+5 (1W6)
Überleben im Wald+8, Faustkampf, Reiten+15, Spurenlesen+4

Ergatin, der Koch - (Bürger, Grad 1):
14LP, 10AP - OR - RW75, HGW75, B24
Angriff: Handaxt +5 (1W6+1), Dolch+5 (1W6)
Abwehr +11, Resistenz+10/12/10
Kochen, Reiten +15, Geschichten erzählen, Schnapsbrennen Kräuterkunde+4, Pflanzenkunde+4, Tierkunde+4

[Vielleicht demnächst mehr...]

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