Giftmischer

md_gift.gif

Nun ja, die kleine Feier zur Ausgabe 10 ist ja nun auch schon vorbei und nun heißt es wieder, sich ransetzen und mal sehen, was man so für den Giftmischer da hat.

"Und Lettrotes, was hast du uns schönes aus dem fernen Nahuatlan mitgebracht?"

"Nun...", ein Grinsen huscht über das Gesicht von Lettrotes, "es gibt dort tatsächlich noch viele Sachen zu entdecken. Aber bevor ich davon einiges vorstelle, würde ich gerne wissen, was sich hier mittlerweile gesammelt hat. Dann können wir demnächst mal schauen, was so in dem Sack ist, den ich mitgebracht habe."

"Gut, wenn du meinst... obwohl ich fast vor Neugier sterbe", widerwillig schließt Ixal die Tür zum Labor auf und präsentiert, was sich neues gefunden hat...

Ausgabe 11 - was soll man noch sagen?

Heute:

  • Xuam`borakk
  • Wahndorn
  • Xuam`borakk

    Geschichtlicher Hintergrund: Bei Xuam`borakk (:was in der orkischen Sprache so viel heißt wie "Schwarzer Dorn") handelt es sich um ein Gift, das in höheren Dosen verabreicht, binnen weniger Minuten absolut tödlich wirkt. Wird es jedoch nur in kleineren Dosen eingenommen, entfaltetet es neben seiner dann abgeschwächten, toxischen Wirkung eine zusätzliche, halluzinogene Nebenwirkung.

    Früher Bestandteil einer Art Kriegerweihe bei einigen, über das normale Maß hinaus, durchgeknallten Orkstämmen, bewies sich Xuam`borakk über die Zeit hinweg als für diese Zwecke ungeeignet, da es sich nicht leugnen ließ, das trotz aufopferungsvoller Bemühungen im Felde der Familienplanung, der männliche Anteil in jenen Stämmen binnen kürzester Zeit auf ein alarmierendes Niveau sank, weil die meisten dieser zukünftigen Brandschatzer, heimtückischen Mörder, Kinder- und Frauenschänder (kurzum: die zukünftigen Hoffnungsträger des orkischen Volkes) bei ihrer Weihe starben bzw. dem Wahnsinn verfielen und dann starben. Es soll jedoch auch Stämme gegeben haben, die sich selbst diesem Rückschluß verweigerten und Xuam`borrak bis zum Schluß die Treue hielten. Wie dem auch sei, so entschlossen sich die Zur-Einsicht-Gelangten - in einem Anfall größter Weisheit sozusagen - auf alternative "Hilfsmittel" bei solchen Anlässen auszuweichen; Blutegel, Giftspinnen, glühende Eisen und unzählige, andere nette Dinge "erfreuten" sich fortan größter Beliebtheit! Xuam`borakk jedoch verschwand unterdessen keineswegs aus dem Inventar seiner einst treuen Verwender, sondern fand vielmehr ein neues Einsatzfeld - nämlich das der Unterhaltung. Nun es ist allgemein bekannt, daß die Orks mit diesem Begriff eine leicht andere Vorstellung verbinden, als der Ottonormalverbraucher - jedenfalls befanden dies die zahlreichen, menschlichen Versuchskaninchen, die Xuam`borakk bis zu dem Sie-erlösenden-Tod, alles andere als unterhaltsam fanden.

    Herstellung: Das Gift Xuam`borakk entstammt einer giftigen, fleischfressenden Moorpflanze, die die Orks Xuamhani ("Schwarzfarn") nennen und dient dieser, ihre Beute, bei der es sich auch schon um unvorsichtige Humanoide gehandelt haben soll, schnellstens abzutöten und dann mittels eines anderen Sekrets in verwertbare Nährstoffe aufzulösen. Der Schwarzfarn ist trotz der ausgedehnten Moor- und Heideflächen in Alba (aber auch sonstwo) eher selten zu finden, doch gibt es einige Stellen, die den Orks aus leidvollen Erfahrungen bekannt sind.

    Genaue Wirkung: Das Gift Xuam`borakk wirkt bei seiner oralen Einnahme (: die Orks verstehen sich nämlich darauf, aus dem ursprünglichen Kontaktsekret ein herrlich, ekelhaft-schmeckendes Gebräu herzustellen) nach etwa 5 Minuten, wobei das "Opfer" zunächst in einen Dämmerzustand verfällt. Nach etwa 15 Minuten beginnen dann ganz allmählich die Wahn- und Angstzustände, die in den meisten Fällen, das Opfer bis hin zum Herzversagen "quälen". Aber das wirklich teuflische an dieser "Droge" ist deren Wirkungsdauer, die man selbst gutgemeint nur als variabel bezeichnen kann; bringt das Opfer nämlich nicht die nötige Willensstärke auf, kommt es von diesem Trip nie wieder runter und verfällt, wenn es nicht glücklicherweise vorher stirbt, dem Wahnsinn.

    Spieltechnische Bemerkungen: Gegen die toxische Wirkung (1W6 Schaden) Xuam` borakks kann ein PW:Gifttoleranz gemacht werden, bei dessen gelingen, das Opfer keinen direkten Giftschaden erleidet - ungeachtet dessen tritt die halluzinogene Nebenwirkung jedoch auf jeden Fall ein; um auch deren höchst unangenehmen Folgen abzuschütteln bzw. von diesem Horror-Trip wieder runterzukommen, müssen hintereinader fünf erfolgreiche EW gegen psych. Zauber gelingen, die im Abstand von 1er Stunde absolviert werden; gelingt nur eine dieser Proben nicht, muß im Anschluß sofort ein PW auf den Wiederbelebungswert mit einer Modifikation von +30 gelingen oder das Opfer stirbt an einem Herzstillstand - gelingt der WLW wird der Betroffene nur wahnsinnig. Sollte zu aller Überraschung (: ich meine zu der des Masters aber natürlich auch zu derer der Orks) jede, der fünf Proben gelingen, so hat der Betroffene noch mal den Horror-Trip glimpflich überstanden (: was noch lange nicht heißt, daß die Orks mit ihrem Latein am Ende sind - he, he, he ); wie auch immer das Rad des Schicksals die Fäden weben sollte, wird sich dieses Erlebnis in die Erinnerung eines jeden Überlebenden eingebrannt haben.

    In Zukunft sollte er den Schlaf als seinen größten und erbittersten Feind fürchten, denn es besteht eine 30%ige Rückfallwahrscheinlichkeit alle 5 Monate; und sollte ein solcher eintreten, muß dem Betroffenen ein EW: psych. Zauber gelingen oder bei dessen scheitern, wenigstens der darauffolgende PW: WLW (s.o.). Mißlingen beide Proben, so hat ihn das schreckliche Schicksal doch noch ereilt und er wird niemals wieder aus seinem schrecklichen Traum erwachen.

    Ergänzung: Wer bislang zu phantasielos war, um sich unter den Schrecken jener halluzinogenen Wirkung Xuam`borakks in etwa vorzustellen, der sollte sich für den Anfang seine größten Ängste ins Bewußtsein rufen und darüber hinaus beten, daß jene Urängste, die gnädigerweise im Verborgenen seines Unterbewußtseins verbleiben, niemals in Träumen zutage treten mögen - denn ohne Zweifel, wäre dies der Zeitpunkt seines Todes.

    Euch allen eine traumlose Nacht!

    COSMIC

    Wahndorn

    Art: Rosengewächs

    Vorkommen: gelegentlich an Waldrändern in KanThaiPan

    Verwendung: Sticht man die Dornen in die Haut so sondern sie ein berauschendes Gift ab das die Person praktisch immun gegen psychische Magie macht.(Die Wirkung bereits bestehender Zauber kann aufgehoben werden [Spielleiterentscheidung]) Da der Berauschte in einer Scheinwelt lebt, hat er Visionen und Wahnvorstellungen (Es kann auch zu Alpträumen kommen (10%)). Oft kommt es vor das das Opfer glaubt es könne fliegen. (Vor der Anwendung wird daher gewarnt)

    md_smil.gif

    Doberon & Pymar

    Das war's für dieses mal von euren Giftmischern: und nicht vergessen: wir suchen auch weiterhin...

    md_wil.gif

    Wil & Letti

    Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

    © Copyright by Dogio