Cthulhu: Auf den Inseln

Name: Auf den Inseln

Art: Kampagnenbox für Cthulhu
Kampagnenband, 193 DIN A4-Seiten,
3 farbige Insel-Karten, Reiseführer Borkum (1920)
friesisches Sagenbüchlein, farbige Handouts
ISBN: 3-93063-551-8

Preis: 45 Euro

Kontakt:
PEGASUS SPIELE GmbH
Straßheimer Str.2
61169 Friedberg
Tel. 06031/7217-30, Fax 06031/7217-17

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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Inhalt
Gratulation! Auf den Inseln ist, laut Vorwort, Pegasus erste eigene Kampagne! In stabiler Box kommt ein verdammt dicker Wälzer daher, dazu noch drei Karten und jede Menge ausgedruckte Handouts. Das macht doch Lust auf mehr. Und das die Kampagne an der Nordseeküste spielt, ist da doch nur das i-Tüpfelchen.
Die Nordseeküste, wer kennt sie nicht? Allein schon durch Klaus & Klaus' Smashit An der Nordseeküste? Tja, an dieser windumtosten, platten, von Schafen und Ostfriesen besiedelten Gegend spielt die Kampagne.

Los geht's mit Mediis Tranquillum In Undis, welches die Charaktere via Emden nach Borkum führt, wo sie einen alten Freund treffen, der mit ihnen die Ferien dort verbringen wird. Leider erliegt er im weiteren Verlauf des Abenteuers, welches sich herrlich langsam steigert, einem Angriff unbekannter Wesen. Die Charaktere werden nach und nach mehr Einblick in die Umstände bekommen, die zum Tod ihres Freundes führten. Dabei können sie auf Schatzjäger treffen, die hinter dem auf Borkum vermuteten Schatz Klaus Störtebeker's her sind oder auf knurrige Einheimische und schlußendlich... nein, das wird hier nicht verraten.

Soviel sei nur gesagt: auch im zweiten Abenteuer gibt es Verbindungen zu den Geschehnissen auf Borkum. Ekke Nekkepenn heißt dieses Abenteuer und das ist auch gleichzeitig der Name ein der Hauptfiguren der Geschichte. Die Gruppe bekommt, wieder durch einen alten Freund, einen Gratisurlaub auf dem winterlichen Sylt und werden dort wieder in einen Strudel von Ereignisse verwickelt, in welchem Spione, Archäologen, alte Fischer, U-Boote und geheimnisvolle Wesen eine Rolle spielen. Die Charaktere werden mehr oder weniger vorbereitet in eine Umgebung gelockt, in der sie eine grauenvolle Begegnung haben, die ihnen später so manche schlaflose Nacht bereiten wird - und die Menschen an der Nordseeküste bedroht. An den Charakteren ist es nun, diese Bedrohung auszuschalten.

Der Ruf des Meeres ist der Abschluß der Kampagne und spielt fünf Jahre nach den Ereignissen auf Sylt. Mit beinahe 80 Seiten auch das längste Abenteuer, hat es so manche überraschende Wendung parat und führt die Gruppe diesmal in die Umgebung Husums (damit sie auch endlich jeden Winkel der Nordseeküste kennen) und läßt sie im Todesfall eines alten, verschrobenen Freundes ermitteln. Dieser Freund kam beim Baden ums Leben, obwohl er panische Angst vor Wasser hat. Merkwürdig genug, um in guten Investigatoren die Neugier zu wecken, denke ich. Und es hat so einiges auf sich. Die Gruppe wird wieder auf interessante Personen treffen, so einige schreckliche Entdeckungen machen, die sie in ihrer Paranoia mal so richtig schön bestärken werden und schlußendlich die Nordsee erst unter Wasser und dann aus der Luft erkunden. Eine sehr tempo- und abwechslungsreiche Geschichte.

Technisches
Grandiose Aufmachung! Allein der Touristenführer Borkum oder das Sagenbüchlein sind kleine Schätze, die deutlich machen, wieviel Zeit und Ideen Pegasus in diese Kampagne gesteckt haben. Die drei Karten sind ebenso so liebevoll aufgemacht, vor allem die große Karte von Borkum wird das Spiel sehr erleichtern und die Insel viel anschaulicher und lebendiger wirken lassen.
Dazu kommen noch diverse Handouts, die diesmal nicht nur am Ende des Buches vorhanden sind (wo sie üblicherweise sind, auch in überragender Qualität und liebevoll gestaltet), sondern ausgedruckt auf Hochglanzpapier vorliegen. Das sind so die kleinen Dinge, die zeigen, daß sich Leute Mühe gegeben haben und die den relativ hohen Preis rechtfertigen.

Über das Buch selbst müssen wir nicht lange reden, Pegasus beweist auch hier die hohen Ansprüche und liefert keinen Grund zur Klage. Handwerklich alles im grünen Bereich. Das die Kapitel sinnig geordnet sind, die Fotografien stilecht und atmosphärisch und sich das Buch in einem Rutsch lesen läßt ist bei Pegasus-Werken ja schon fast Standard. Sehr gut fand ich die kleinen Seitenkästchen, in denen die Autoren Tips aus Testtrunden vermitteln und deutlich machen, wie unterschiedlich verschiedene Gruppen auf die gleiche Begebenheit reagiert haben. Eine sehr schöne Idee, die hoffentlich fortgeführt wird.

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  • Fazit
    Pegasus ist mit dieser Box ein weiterer Beweis der qualitativ hochwertigen Arbeit gelungen, die aus dem Haus nun schon seit einigen Jahren kommen. Die erste eigene Kampagne ist spannungsreich, voller Abwechslung und wird so einige Zeit brauchen, um durchgespielt zu sein, ohne dabei langweilig zu werden. Die Geschichten sind spannend und überraschten mich beim Lesen so manches Mal. Das Grauen baut sich richtig angenehm langsam auf und wird bei den Spielern für so manchen Überraschungseffekt sorgen, da bin ich sicher.
    Der Preis ist mit knapp 45 Euro zwar recht hoch, aber wenn man sich das teilt, ist das schon ok. Und die Box ist so hervorragend aufgemacht, das der Preis gerechtfertigt ist. Hier stimmt einfach alles! Daumen hoch!

    Lars Heitmann

    Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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