B-Movie

Name: B-Movie

Art: Fun-Kartenspiel
Ein Brettspiel für 38 Spieler
Vierteiliger Spielplan (SW), 50 Spielkarten
Anleitung, 2 Seiten DIN A4, SW
Autor: James Ernest

Preis: 10 Euro

Kontakt:
Mario Truant Verlag
Frauenlobstraße 95, 55118 Mainz
Tel.: 06131-961660, Fax.: 06131-961670
EMail: viva@-SPAMSCHUTZ-Truant.de
Homepage: www.Truant.com

Schreibstil & Qualität

 :-)  :-)  :-)

Illustration & Aufmachung

 :-)  :-)  :-)

Spielspaß & Nutzen

 :-)  :-)  :-)  :-)

Preis / Gegenwert

 :-)  :-)  :-)
 Infos zum Bewertungsschema Kauflust ?

Es gibt zwei Arten von Schauspielern auf dieser Welt:
Solche, die schauspielern, weil sie es können,
und solche die schauspielern, weil sie nichts anderes können.

Der erste Blick auf den Inhalt schürt bei den Kennern der CheapAss-Spielreihe freudige Erwartungen, denn auch B-Movie ist wieder ein Brettspiel mit Spielkarten und erinnert damit gleich an den Top-Spielehit Kill Doktor Lucky.

Doch B-Movie spielt weder in einer verwinkelten Villa, noch geht es primär darum jemanden auszuschalten: diesmal muß ein richtig mieser... ähm... kunstvoller Kinofilm gedreht werden - und das mit leider sehr beschränktem Budget. In Amerika sind diese B-Movies (Low Budget-Movies = Billigfilme) der Partyhit im Spätprogramm, wo die eigentliche Handlung weit hinter dem Spaß an schlechten Kostümen oder billigen Spezialeffekten zurücksteht. Natürlich ist auch meist die Handlung billig und handelt meist von Liebe, Mord und Monstern.

Der vierteilige und schwarzweiß bedruckte Spielplan ergibt ausgelegt das Studiogelände (zus. DIN A2). Der Spielplan ist vollgebaut mit Drehorten und Sonderräumen die je durch ein Feld dargestellt werden und untereinander verbunden sind. Drehorte enthalten wiederum die Felder Aufnahme1, Aufnahme2, Drehschluß und 2-3 Würfelwerte mit Stichworten.
Die 50 Spielkarten stellen je einen zu drehenden Filmszenen dar und enthalten den Filmtitel, einen Titel für die 2. Szene, je zwei-drei Würfelwerte mit Stichworten (typische Filmelemente) und ein Budget (in Millionen). Sechsseitige Würfel liegen übrigens (aus Kostengründen) bei keinem der günstigen CheapAss-Spielchen bei. Die sollte aber eh jeder zuhause haben. B-Movie scheint aber ein Trick zu sein, noch welche an den Spieler zu bringen, denn jeder Spieler benötigt einen eigenen farbigen Würfel (als Spielstein und Punktezähler) und zusammen sechs weitere zum Würfeln.

Die Spieler übernehmen die Rolle von namenlosen Schauspielern, die ihr Glück fünf Tage lang auf dem Studiogelände suchen. Quer über das Gelände werden 10 Karten verdeckt ausgeteilt. Alle Spieler beginnen auf dem Trailers Startfeld.
In jedem Spielzug darf der Spieler würfeln oder sich zum nächsten Drehort bewegen. Gewürfelt wird, um festzustellen ob die Teilnahme an der Szene erfolgreich ist. Verläßt man eine Filmszene ohne sie erfolgreich beendet zu haben, sinkt der eigene Rang als Schauspieler, was durch Senken des eigenen Würfelwertes dargestellt wird. Der Rang ermöglicht dem Spieler passende Rollen in Filmszenen anzunehmen. Optimal sind passende Szenen, aber auch geringere Szenen können durch Anpassen des eigenen Würfelwertes nach unten angenommen werden.

   
Welche Szene gerade aktuell ist, ergibt sich aus der Kombination von Ablageplatz (Aufnahme1, Aufnahme2, Drehschluß) und Filmkarte. Das Budget (1-6 Millionen) ist zugleich der Schwierigkeitsgrad beim Würfelwurf sowie die Anzahl der verfügbaren Würfel. Je nach Anzahl der Schauspieler bekommt jeder Spieler zwischen 0-6 Würfeln.
Die Auszahlung der Spieler ist ein komplexer Punkt. Jede Filmszene bietet Platz für 2-3 Schauspieler, wobei Summen von mehreren Tausend Dollar pro Schauspieler ausgezahlt werden - in Abhängigkeit von Würfelwürfen Haupt- oder Nebenrolle.

Der Abschluß der Szene wird als Rangpunkt belohnt, den der Schauspieler sich auf dem Feld Castingbüro im Tausch gegen die Filmkarte abholen kann. Wird eine Filmszene wider erwarten von einer Nebenrolle (bzw. seinem Würfel) abgeschlossen, so bedeutet das einen Rangverlust für die Hauptrolle.

Ein Drehtag endet wenn 9 Filszenen abgedreht wurden oder die Ränge der Schauspieler nicht mehr ausreichen um den Rest abzudrehen. Die letzte Szene wird abgebrochen und die Teilnehmer wegen Unfähigkeit abgestraft.
Der neue Drehtag wird durch das Auslegen der nächsten 10 Filmkarten eingeleitet. Sind alle 50 Karten aufgebraucht gewinnt der Schauspieler mit dem meisten Geld.

Techisches
Wie bei CheapAss-Games gewohnt ist die Ausstattung sehr einfach gehalten, aber ordentlich gestaltet. Die Anleitung besteht aus einer photokopierten DIN A4-Doppelseite, reicht aber zur Vermittlung des Inhalts aus.
Die Filmszenen tragen witzige Titel und Szenen mit weniger als drei Rollen werden von witzigen Bildchen verziert.

Fazit:
B-Movie kommt nicht ganz an den Erfolg von Kill Dr. Lucky heran, macht aber einen guten Eindruck. Gerade Kinofans und insbesondere B-Movie-Fans werden sich an der Thematik des Spiels erfreuen. Gerade das Kombinieren der witzigen Filmtitel mit den Stichworten auf dem Spielfeld sorgt für einige Lacher, wobei eine gewisse Bierlaune in nicht unwesentlichen Maße zuträglich ist. Die Spielregeln sind ja angenehm einfach gehalten, wenn man einmal von der Vergütung der Schauspieler absieht. Aber auch hier genügt ein wenig Spielerfahrung.
Insgesamt ein nettes, unkompliziertes "Bier & Brezel-Spiel".

Dogio the Witch

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

© Copyright by Dogio