Artefakt Nr. 10

Name: Artefakt Nr. 10

Art: Universelles Magazin
84 DIN A4-Seiten, farbiges Softcover

Preis: 4.10 Euro

Kontakt:
Förderkreis innovatives Spiel e.V.
Homepage: www.fis-ev.de

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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Mannomann... dieses Cover ist echt ein Fall für die Zensur - zumindest für eine Zensur des Guten Geschmacks. Was einem auf der #10 entgegenlacht (?) ist ein blutender und ziemlich angeritzter Zombie-Oberkörper - und definitiv ein Hohn auf die ganzen Diskussionen rund um Erfurt... Naja, zumindest ist das Bild qualitativ hochwertig... doch ich MUSS es nicht unbedingt offen rum- liegen haben, um dann für entgültig meschugge gehalten zu werden. Na, vielleicht kommt unser Hobby damit ja doch mal wieder in die Schlagzeilen *seufz*. Einmal quer durchgeblättert... oh, was ist denn das? Das Artefakt hat beim Layout ja *deutlich* zugelegt. Kompliment, macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Da fließen plötzlich Texte um Grafiken, die sich sehen lassen können. Auch der Schriftsatz hat deutlich an Lesbarkeit zugenommen, d.h. Dreispaltensatz in vernünftiger Schriftgröße. Ein Dank an alle Layoutprogramme dieser Welt...

Der Inhalt paßt zum Cover, nein nicht geschmacklos, sondern entsprechend düster. Das beginnt mit dem zweiteiligen "Kulmbach bei Nacht" (5 S.), einem Vampire:DA-Hintergrund der in #11 fortgesetzt wird. Cthulhu-Fans werden sich über das ansehnlich gelayoutete Gaslight-Abenteuer "Der Sandmann" (17 S.) freuen. Und es bleibt düster: "Schneegestöber" ist ein Abenteuer für Werewolf: Die Apokalypse (14 S.). "...Weird Franken..." ist ein Tequila(!)-Deadlands Szenario - definitiv nichts für trockene Alkoholiker :-) (9 S.). Die "Dork Side" liefert Neulich-Sprüche. "Falsche Freunde, falsche Feinde" ist ein Szenario (10 S.) für Legends of the five Rings. Einen Ausblick auf die Windgeflüster 48. Rezensionen (8 1/2 Seiten).

Wer sich an meinen heftigen Verriß der #8 in Trommel 73 zurück erinnert, darf mir glauben, daß ich selten so froh war, das meine Kritik manchmal wirklich ankommt. Zwei Ausgaben später ist die Artefakt ein Magazin, das den Vergleich mit anderen Magazinen nicht mehr scheuen muß. Der Preis von 4.10 Euro ist zwar immer noch recht hoch angesiedelt, aber dafür bekommt man auch 76 gut gefüllte und ordentlich gebundene A4-Seiten mit vier Szenarien...

Dogio the Witch

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

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