Stirb Langsam - Nakatomi Plaza

Name: Stirb Langsam - Nakatomi Plaza

Art: Ego-Shooter zum Film
Preis: 45 Euro

Kontakt:
Vivendi Universal Interactive
Robert-Bosch-Str. 32
63303 Dreieich
EMail: tanja.hohmann@-SPAMSCHUTZ-vup-interactive.de
Homepage: www.sierra.de

Programmstil & Qualität

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Grafik & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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 Infos zum Bewertungsschema Kauflust ?

Spätestens seitdem Stirb Langsam auch regelmäßig im Fernsehen wiederholt wird, kennt fast jeder Bruce Willis in seiner Paraderolle als John McClane, der immer wieder in brisante Situationen gerät, aus denen er nur mit geballter Feuerkraft wieder entkommen kann. Da in diesem Filmen also ohne Ende rumgeballert wird, liegt eine Umsetzung als Ego-Shooter natürlich nahe.
Im vorliegenden Spiel wird die Übernahme eines Hochhauses, dem Nakatomi Plaza, durch "Terroristen" nachgespielt. Wie im Film, so ist auch im Spiel die Rede von 7 bis 12 Personen, die an Heiligabend in das gebäude eindringen und die letzten Gäste der Weihnachtsfeier als Geiseln in ihre Gewalt bringen. Alles läuft dabei nach Plan... allerdings nicht, daß sich auch der Cop McClane im Gebäude befindet, der an diesem Abend die Ehe mit seiner Noch-Ehefrau retten will.
Als die Gangster die Firmenparty stürmen ist McClane gerade im Bad, um sich frisch zu machen ... und vom ersten Gewehrschuss an, gibt es für ihn nur noch wenige Möglichkeiten, sich irgendwo Auszuruhen.

Wie bei Ego-Shootern üblich, finden sich häufig Waffen, die das bisherige Arsenal erweitern oder den Vorat an Munition aufstocken. Auch läßt fast jeder gekillte Gegner eine Waffe zurück. Die Bandbreite der Waffen ist akzeptabel und reicht von anfänglichen Revolver, über Maschienenpistiolen und Scharfschützengewehre, bis hin zur Blendgranate. Alternativ gibt es auch Gegenstände wie einen Seitenschneider, das "berühmte" Zippo-Feuerzeug, eine Feueraxt und den Feuerlöscher.

Da mir das schon genug war, habe ich SLNP auf leichter Stufe durchgespielt und zum Ende hin einen Cheat verwendet. Der ist an einigen Stellen leider auch bitter nötig, um totalen Frust zu vermeiden, denn dann ströhmen die (angeblich 7-12) Terroristen wie die Fliegen aus ihren Löchern und setzen McClane gewaltig unter Druck. An einer Stelle kann man tatsächlich im 10 Sekundentakt Leute abknallen, solange man lustig ist... was mir irgendwie meine Lust genommen hat - auch wenn ich so gut meinen Munitionsvorrat auffrischen konnte.
Bei wachsendem Schwierigkeitsgrad nimmt vor allem die Panzerung & Treffersicherheit der Gangster und Tödlichkeit der Schüsse zu. Die Obergegner sind ein ganz eigenes Kaliber - und es gibt einige Stellen im Spiel, wo man genau einen bestimmten Weg beschreiten muß oder in jedem Fall scheitert.
Das gefiel mir ebenfalls nicht sonderlich.

Leute die den Film auswendig kennen sind allerdings in einigen dieser getriggerten Spielsituationen klar im Vorteil. Wer z.B. keinen Schimmer hat, am Ende des Spiels den Feuerwehrschlauch für einen Sprung vom Dach zu benutzen... gerade an solchen Punkten, hätten die Missionsziele ruhig eine Nuance deutlicher ausfallen können.

Technisches
Wäherend man sich so durch die 30 Level ballert, durch Luftschächte kriecht oder Feuer bekämpft, bemerkt man doch sehr stark, daß die Grafikengine nicht mehr dem Stand der Dinge entspricht. Vergleicht man das Spiel z.B. mit dem parallel getesteten No one Lives Forever, möchte ich von WELTEN sprechen, die zwischen den beiden Spielen liegen. Vor allem auch bei der Mimik der Figuren. Aber ich habe mit meinem 2 GHz-Boliden ja auch leicht reden...
Für mich sieht das Spiel zwar ganz ordentlich aus, dennoch wirken die Bewegungen der Gegner teils abgehackt, unnatürlich und ungelenk. Auch die Einrichtung hält einem Vergleich zu NOLF oder Alien vs Predator 2 nicht stand.
Der Sound des Spiels ist okay, und vor allem die deutsche Synchronstimme von Bruce Willis (Manfred Lehmann) bringt eines an Flair ins Spiel... auch wenn ich jetzt noch den Knopf zum Abschalten der "Argh... Verschlossen!"-Meldung des Helden suche. Das hat furchtbar genervt. Ein einfaches Klinkenrütteln hätte es auch getan.

Fazit:
Die ältere Grafikengine ist mir ein Dorn im Auge, das kann Besitzern älterer Rechner aber egal sein. Der Sound ist okay und die Handlung dürfte natürlich für jeden Bruce Willis-Fan der Hauptgrund sein. Ich selbst habe das Spiel in ca. zwei Tagen durchgespielt - und nicht immer mit Freude, was aber auch daran lag, daß ich den Film irgendwie nie bis zum Ende gesehen habe.
  • Kaufen?
  • Abgesehen von einige extremen Spielschwächen (stellenweise unendliche Gegner...) gibt es auch ein paar sehr interessante Aufgaben, wie das Feuerlöschen oder das Anführen einer SWAT-Einheit.
    Das gänzliche Fehlen einer Multiplayer-Funktion bedeutet jetzt aber, daß dieses Spiel im Anschluß an diese Rezension für immer im Schrank verschwindet.

    Dogio the Witch

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