Tod in Freihafen

Name: Tod in Freihafen

Art: D20-Abenteuer für Charaktere der 1.-3. Stufe
34 DIN A4-Seiten, farbiges Softcover

ISBN: 3-93428-211-3

Preis: 9.95 Euro

Kontakt:
Truant Verlag (Edition Troll)
Frauenlobstraße 95, 55118 Mainz
Tel.: 06131-961660, Fax.: 06131-961670
Homepage: www.truant.com
EMail: viva@-SPAMSCHUTZ-Truant.de

Schreibstil & Qualität

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Illustration & Aufmachung

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Spielspaß & Nutzen

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Preis / Gegenwert

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Dieses ist die erste Übersetzung einer mehrbändigen Abenteuerserie, die in der Stadt Freihafen ("Freeport") angesiedelt ist. Sie beinhaltet eine Stadtbeschreibung, ein Abenteuer sowie weiteres OGL-D20-Zusatzmaterial.

Die Stadt mit einem groben Abriss ihrer 2000jährigen Geschichte und der bestimmenden Ereignisse der letzten Zeit erstreckt sich auf etwa vier Seiten; dazu kommt eine Karte mit einer Übersicht über die Stadt Freihafen und der Inselgruppe, auf der dieser Ort liegt. Da es eine (ehemalige) Piratenstadt sein soll, hat man einige Anleihen aus der irdischen Seeräuberhistorie genommen.

Das Abenteuer, das etwa 20 Seiten einschließlich Handouts und zweier computergenerierter Pläne umfasst, beginnt sehr klassisch: Die Abenteurer kommen verarmt zum ersten Mal in die Stadt und erhalten nach einer Bewährungsprobe die Aufgabe, einen verschwundenen Tempelmitarbeiter zu suchen. Dabei kommen sie (hoffentlich) der dunklen Geschichte der Stadt auf die Spur, die vorläufig in einem finalen Kampf in den Katakomben endet.

Zum Abschluss werden zum einen vier ausgearbeitete Charaktere der 1. Stufe vorgegeben, mit denen die Spieler dieses Abenteuer bestreiten könnten; des weiteren wird die Rasse der (bösen) Schlangenmenschen vorgestellt, um die sich die mit "Tod in Freihafen" begonnene Mini-Kampagne rankt.

Für eine reine Stufe 1-Gruppe ist der Plot kaum lebend zu überstehen. An einigen Stellen des Abenteuerverlaufs ist zu bezweifeln, dass die Spieler die vorgegebenen Aufhänger weiter verfolgen (können) und nicht erfolglos andere Wege suchen.
Wünschenswert wäre bezüglich der Stadt Freihafen nicht nur eine 1:1-Übersetzung, sondern schon früher ergänzende Details zur Stadt, die bisher zu blass bleibt. Eine A5-große Karte einer großen Stadt ohne Angaben über religiöse wie weltliche Strukturen, Gilden usw. macht keine Lust auf selbst erdachte Abenteuer - da hilft auch der Hinweis nicht, diese Stadt soll auf jeder Welt einsetzbar sein.

Fazit:
Der Preis geht aufgrund des sauberen Layouts und der Materialvielfalt in Ordnung. Das Abenteuer ist bis auf einige Schwachpunkte gut ausgearbeitet, bietet jedoch keinen hervorzuhebenden Hintergrund oder Verlauf. Zudem wäre es schön, wenn die Pläne der nächsten Bände nicht so lieblos aussehen und die noch reichhaltige Anzahl an Flüchtigkeitsfehlern im Text minimiert würden.

Ulf Straßburger
( www.caedwyn.de )

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