Irindar

Beschreibung: Irindar ist der Sohn Thurions und gilt als ein hitziger Krieger und Recke. Von seinen Gläubigen wird er oft als rothaariger, muskelbepackter Jüngling mit wildem Gesichtsausdruck dargestellt, der sich mit einem Kriegsschrei auf den Lippen einer Übermacht von Feinden entgegenwirft - mit seiner Lieblingswaffe, einem riesigen Speer.

Symbol: Das Symbol Irindars ist zweifelsohne seine Waffe, der Speer; manchmal auch in Kombination mit einem Rundschild, auf dem eine Flamme lodert oder aber ein mehrfarbiger Stern prangt.

Festtage: Die Festtage der Anhänger Irindars sind von Clan zu Clan verschieden, abhängig von in der Vergangenheit liegenden großen und glorreichen Schlachten, die der eigene Clan für sich entscheiden konnte. Gemeinsame, landesweite Festtage kennt die Anhängerschaft Irindars, die zum größten Teil aus Kriegern und Söldnern besteht, nur einen Einzigen: dieser ist der 27. Oktober 234 n.B., an dem die Streitmacht des damaligen clanngardanischen Hochkönigs Domchadh, nach ihrem Einfall nach Alba, von den sonst so zerstritten Albai mit geeinten Kräften, im Tal des Blutes unter großen Verlusten, vernichtend geschlagen wurde. Diesen Tag des Sieges verbringen die Anhänger Irindars in stillem Gedenken an die damaligen Helden und mit Opfergaben an ihren Gott, um ihnen in Zeiten großer Not die Stärke von damals zu verleihen. Es ist Sitte unter den Anhänger Irindars, das man sich vor anstehenden, größeren Kampfhandlungen - wie z.B. infolge von Blutsfehden - zusammenfindet, um zu fasten und zu Irindar zu beten, auf das er ihnen seine Gunst im Kampf gewähre; nach einem Sieg über den Feind finden natürlich neben der Siegesfeier, ausgiebige Lobpreisungen statt.

Anmerkung: Es kann vorkommen das sich Anhänger Irindars auf beiden Seiten, verfeindeter Kriegsparteien befinden; treffen sich zwei Anhänger Irindars auf diese Weise auf dem Schlachtfeld, so ändert sich nichts an dem erbitterten Kampf auf Leben und Tod, selbst wenn man noch kurz zuvor in Eintracht mit dem anderen in einer Runde beisammen daß und zu Irindar betete.

Kulthandlungen: Wie schon erwähnt, bereiten sich die Anhänger Irindars auf einen Kampf vor, indem sie vor der anstehenden Schlacht zu fasten beginnen und in dieser Zeit der ehrfürchtigen Bittstellungen auch der Fleischeslust entsagen; in der Regel beginnt dieses Zeremoniell 3 Tage vor dem großen Ereignis; in gemeinsamer Runde sitzt man dann beisammen und betet zu Irindar, auch wenn sich mancher unter ihnen drei Tage später auf dem Schlachtfeld trifft, um den anderen im fairen Zweikampf zu töten.

Auftreten: Betreffend ihres Erscheinungsbildes und ihres Benehmens spaltetet sich die Anhängerschaft Irindars in zwei große Lager: in das, der "Alles-verschlingenden-Flamme" und das, des"Acht-zackigen-Sterns".

Die Anhänger beider Lager vertreten unterschiedliche Ansichten betreffend der Auslegung und damit verbunden der Umsetzung ihres Glaubens.

Die Gemeinschaft der "Alles-verschlingende-Flamme"

Die "Flamme" legt den Schwerpunkt ihres Handeln und Tuns auf den ewigen Kampf; dabei ist es eher nebensächlich gegen wen der Speer erhoben wird; im Zentrum dieser Anschauung liegt die Auffassung, das die Lebensaufgabe eines jeden Mannes, der Krieg ist. So soll angeblich auch schon zum Zeitpunkt seiner Geburt, der Zeitpunkt seines Todes auf dem Schlachtfeld, von den Göttern vorbestimmt sein. In vielen Fällen führt dieses Gedankengut zu übertriebenem Todesmut und der Verachtung eines jeden Mannes, der sein Leben nicht de m Kampf gewidmet hat - denn dieser ist in ihren Augen ein erbärmlicher Feigling, der versucht, seinem Schicksal zu entgehen. Auch im eigenen Lager macht sich dieser Hang zur Feindseligkeit und Intoleranz deutlich bemerkbar, da dessen Anhänger natürlich nicht alle den gleichen Clans angehören und sich so - wenigstens noch im Hochland, wo die kriegerischen Traditionen noch des öfteren zu Tage treten - auf dem Schlachtfeld als Feinde gegenüber stehen. In diesen Momenten zählt die Bande des Blutes stärker, als die, des verbindenden Glaubens - und einmal gemachte Feinde werden bis zum Tode bekämpft. Es gibt einige treffende Charakterzüge, die die meisten Anhänger der "Flamme" gemeinsam haben: sie neigen ihrer hostilen Einstellung wegen zu Einzelgängertum, sind auf dem Schlachtfeld hitzige, furchtlose Krieger, sie gelten als brutal und blutrünstig, was jedoch nicht davon ablenken sollte, das sie zwar verbissen, aber immer ehrenhaft kämpfen und selbst vor dem sicheren Tod nicht zurückschrecken, wenn sie die Zeit dafür gekommen sehen. Sie verhalten sich grimmig gegenüber "Brüdern" ihres Glaubens und anderen Kriegern, zollen ihnen aber auf ihre Art, die oft sehr verschlungen sein kann, ihren Respekt; andere betrachten sie mit Hochmut, wenn nicht gar mit unverholener Verachtung.

( Die oben beschrieben Anmerkungen zu Festtagen und Riten gelten für die weiter verbreiteten Anhänger des "8-zackigen Sterns" und müssen dementsprechend dem einzelgängerischen, hostilen Charakter der Anhänger der "Flamme" angepaßt oder gar verworfen werden.)

Gebote:

Die Gemeinschaft des "8-zackigen Sterns"

Im Allgemeinen sind die Anhänger des "Sterns" sind nicht so hitzig wie ihre Brüder von der Gemeinschaft der "Flamme" und handeln überlegter als diese, stehen ihren anders denkenden Brüdern aber in Tapferkeit auf dem Schlachtfeld in Nichts nach. Sie sind mehr die Strategen, als die aus der Haut fahrenden Berserker. Auch in ihrem Leben steht der Kampf im Mittelpunkt, aber im Unterschied zu ihren Brüdern, führen sie dies auf eine Bestimmung der Götter zurück, so wie jedem Menschen eine solche zuerdacht wurde; folglich ist z.B. der Bauer nicht zu verachten, nur weil er die Sense nicht im Kampfe schwingt, sondern damit sein Feld bestellt. Aber auch bei dieser aufgeschlosseneren Haltung sollte nicht verloren gehen, das die Bestimmung zum Krieger etwas ganz. Besonderes ist; es ist die Gelegenheit sich vor den Göttern zu beweisen und auf der einen oder anderen Weise, Veränderungen in der Welt der Menschen zu vollbringen. Ehre und Tapferkeit sind ihre größten Tugenden, auf die sie genauso Stolz sind, wie ihre oft "finster-dreinblickenden" Brüder; das Kriegerhandwerk verstehen die Anhänger des "Sterns" als eine Kunst und als solche wird sie auch von ihnen gepflegt und an andere weitergegeben. Untereinander herrscht größerer Zusammenhalt - man achtet die Brüder, auch wenn man sie zum Feind haben sollte, denn jeder ehrenhafte Krieger verdient Respekt.

Gebote:

Abschließende Anmerkung: Viele Dinge wurden von mir wage gehalten, um dem Spieler einen gewissen Freiraum zu bieten, seinen Charakter so zu gestalten, wie ihm es vorschwebt; so gehe ich im obigen Text z.B. nicht näher auf die zentralen Begriffe von Ehre und Tapferkeit ein und über lasse es dem Spieler und dem Spielleiter diese Begrifflichkeiten so auszulegen, wie sie sich diese vorstellen; auf diesem Gedanken basierend, sollte auch eine Erweiterung der hier recht knapp gehaltenen Gebote und unausgesprochenen Verbote vorgenommen werden.

Verwendete Abkürzungen:
n.b. Zeitrechnung im derzeitigen Alba, bemessen am Jahre 0 n.B., an dem die Mac Beorns den Königstitel erwarben und seitdem auch behielten

md_cosm.gif

Cosmic

Der Digest (MD/DRoSI/Archont)

© Copyright by Dogio