Aciel- oder auch Feuerbrand

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Aciel oder auch oft Feuerbrand genannt ist eine Droge, die von einigen fanatischen Ritterorden verwandt wird. Sie ist in ihrer Wirkung in etwa mit "Speed" zu vergleichen, doch dürften sowohl der Nutzeneffekt, wie auch die negativen Nachwirkungen, wesentlich gravierender ausfallen. Der positive Effekt besteht darin, das der Benutzer schon nach kürzester Zeit ein enormes Wohlbehagen empfindet; Schmerz und Erschöpfung fallen von ihm ab, wie ein zweite, überflüssig gewordene Haut; er fühlt sich wie neugeboren - unglaublich stark und frisch, einfach unbesiegbar. Die Wirklichkeit ist natürlich, wie nur so oft bei Drogen, eine andere, denn an Verwundungen, Schmerzen und Erschöpfung hat sich prinzipiell nichts geändert, nur spürt der Betreffende nichts mehr davon. Kommt der Benutzer bei seinem geplanten Vorhaben nicht um, so könnte es sich dabei nur um einen sehr kurzen Glückszustand handeln, denn nach etwa 12 Stunden setzen die Nebenwirkungen von Aciel ein: Der Betreffende kriegt sehr hohes Fieber und fühlt sich als würde er von einem gierigen Feuer verzehrt, das im Inneren seines Körpers tobt - daher auch der so bezeichnende Name Feuerbrand. Diese Zeit der Qual dauert etwa sechs Stunden an und sollte der Benutzer diese Zeitspanne überleben, ist er über den Berg und sein Leben gerettet; bisherige Erfahrungen mit der Droge zeigen jedoch ein anderes Bild - nur die stärksten der Starken haben überhaupt eine Chance, diesen Überlebenskampf zu gewinnen. Ich möchte nochmals betonen, das aus oben angeführten Gründen, Aciel nicht zum normalen Gebrauch gedacht, sondern lediglich für fanatische Ordenskrieger und sonstige durchgeknallte bestimmt ist, die Aciel einnehmen, um ein "glorreiches" Ende in einer hoffnungslosen Schlacht zu finden. Zudem ist Aciel eine sehr seltene und damit teure Droge, die sich meist nur im Besitz von obenerwähnten Ritterorden befindet und dort als "Ehrenbeigabe" für die tapferstenÄnhänger dient. Spieltechnische Angaben:

Im Klartext heißt das, das man diese Kämpfer nur töten kann, indem man ihnen alle APs und alle LPs auf die ein oder andere Art raubt oder aber 12 Stunden Zeit zum Warten hat. Was nun folgt, ist ein kleines Beispiel aus einer meiner Spielrunden, in der Aciel zum Einsatz kam: ....plötzlich war da etwas; etwas das die Taubheit seiner Sinne durchdrang - eine Berührung. Fulgar öffnete mit großer Mühe seine blutverkrusteten Augenlider, doch sein erster Eindruck war verschwommen und wage. "Fulgar, ......Fulgar!", drang eine Stimme, die ihm hätte bekannt sein sollen durch den Nebel, der noch immer seinen Verstand umhüllte; Fulgar - sein Ich krallte sich, an diesen ebenfalls bekannten Laut, drehte und wendete ihn, bis Es ihn erkannte als den eigenen Namen. Sein Blick klärte sich langsam, aber düster blieb es trotzdem; der weiße Fleck, der vor seinen Auge auf und ab zu tanzen schien, nahm langsam aber sicher die Form eines Gesichtes an - eines Gesichtes, das ihm bekannt war; es war das eines Freundes. "Shandaron, bist du das?", drang es krächzend aus seiner Kehle. "Du siehst schlimm aus", antwortete sein Gegenüber, ohne seine Frage direkt zu beantworten - aber das brauchte er auch nun nicht mehr. Fulgar kannte den Ordenskrieger schon lange und er war über die Zeit hinweg, zu einem seiner besten Freunde geworden; unzählige Male hatte der eine dem anderen das Leben gerettet und umgekehrt und eine Freundschaft war entstanden, die nur der Tod noch lösen konnte. Tod - ein Gedanke, der ihm durch den Kopf schoß. Nein, .....er war nicht Tod, er hatte nur Schmerzen - gräßliche Schmerzen in der Brustgegend. Kaum war dieser Gedankengang zuende gedacht, entwich Fulgar ein Stöhnen, das diesen Schmerzen Ausdruck verlieh. "Keine Lorbeeren, Shandaron!", preßte Fulgar kurz darauf zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch. "Was ist passiert?", drang die wohlklingende Stimme Shandarons zu ihm herab. Nun zum ersten Mal nahm Fulgar seine Umgebung war; er lag auf der Seite; unter ihm der harte, kalte Stein. Unweit von der Stelle an der er lag, hörte er das Rauschen von Wasser; er blickte mühsam in die Richtung des Geräusches und bemerkte erst jetzt, das es dunkel war und die Sterne am Himmel standen; er lag auf einer Brücke - na ja, eigentlich war es keine Brücke mehr, denn keine zwei Pferdelängen vor ihm brach sie abrupt ab und gab den Blick auf schnell dahin - fließendes Wasser frei, das sich keine zwei Meter tiefer, unter ihr entlangschlang. Mit diesem Eindruck vor Augen kamen seine Erinnerungen zurück: sie waren alle zusammen auf ihrem Zimmer gewesen - ....hier in Tidford, ....in der Gaststätte "Zur Rose und zum Dorn". Sie - .....das waren Ethal, der alte Druide, der zwielichtige Gordan, Grigor, der Seemann und Kyle, der etwas arrogant wirkende Adelssprößling, ....und natürlich er selbst! ..... Shanderon war nicht da gewesen - er wollte in den Tempel, um zu seinem Gott zu beten;.....da war dieses Geräusch auf dem Gang gewesen - dieses Geräusch von schweren Stiefeln auf hölzernen Dielen. "Da waren diese Soldaten, " brachte Fulgar seinen Gedanken zu Ende. "Sie drangen in unser Zimmer ein - .....faselten irgendwas von Hochverrat;" ein weiteres schmerzerfülltes Stöhnen drang über seine aufgesprungen Lippen, als er versuchte, sich beim Sprechen in eine bequemere Lage zu wälzen; sofort stützte ihn der Freund und half ihm in die gewünschte Position. "Da war irgend ne abgekartete Sache im Gange, .....dieser Gräfton hatte da bestimmt seine Finger im Spiel, " fügte Fulgar hinzu, bevor Shanderon nachfragen konnte. "Ich sprang durchs Fenster, um zu entkommen!" Ein Kratzen im Hals reizte ihn zum Husten und der darauffolgende, stechende Schmerz nahm ihm für kurze Zeit den Atem. "Kann ich dir irgendwie helfen?", drang die besorgte Stimme seines Freundes an sein Ohr. Nachdem er den Schmerz in die hinterste Ecke sein Verstandes zurückgedrängt hatte, begann er von neuem zu reden, die Frage seines Freundes ignorierend. "Die haben mich verfolgt, konnten mich aber nicht kriegen - ......die anderen wurden wahrscheinlich gefangengenommen, " beendete er nüchtern seine Erzählung. Shandaron nickte verstehend. "Es ist vorbei, nicht?!", brach es dann urplötzlich aus Fulgar heraus; kurz darauf, schüttelte ihn ein weiterer Hustenanfall und in Folge dessen verzehrte sich abermals sein Gesicht vor Schmerz. "Vielleicht noch nicht ganz", erwiderte Shandaron sichtlich betroffen und um die eigene Fassung ringend. Fulgar blickte erwartungsvoll zu seinem Freund auf, während ihm Tränen das schmutzige Gesicht hinabrannten; sein Freund hatte sich seinem Rucksack gewidmet, in dem er herum - kramte, und dann schließlich ein Tonflasche in den Händen hielt. "Was ist das, Shandaron&?", fragte Fulgar mit zittriger Stimme, den Blick auf das kleine, braune Fläschchen gerichtet. "Etwas, das uns helfen wird, die Sache zünde zu bringen, " erklärte Shanderon ruhig; "Du und ich, wir beide!". Ein Schimmer von Hoffnung zeigte sich auf Fulgar`s zerschundenem Gesicht - "Ja, vielleicht soll es so sein!?", erwiderte er gefaßt. Ein verkrampftes Lächeln erkämpfte sich den Platz auf seinem Gesicht und er nahm dankbar die Tonflasche an, die Shanderon ihm reichte......

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