Anduin Nr. 59 & 60

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Kontakt:
Anduin e.V.
Stuckstr. 6, 82319 Starnberg
Homepage: www.Anduin.de
EMail: Tommy@-SPAMSCHUTZ-Anduin.de

Name: Anduin Nr. 59 & 60

Art: Rollen- und Brettspielemagazin der
Vereine FaGaMo & Anduin, 72 / 76 Seiten,
SW, stabiles Softcover

Preis: 3,50 DM (Abo: 12,- im Halbjahr inkl. Porto)

ISBN: 3-89064-257-8

Schreibstil & Qualität
 
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Illustration & Aufmachung
 
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Spielspaß & Nutzen
 
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Kompatibel zu Midgard
 
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Preis / Gegenwert
 
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Netterweise hat mir der Anduin e.V. zwei Ausgaben seines Vereinsmagazins zukommen lassen. Die Seiten, deren Zahl zwischen 72 und 76 Seiten variiert, sind sehr ansehnlich gelayoutet und geben auch bzgl. der Papier- und Druckqualität keinen Grund zur Beanspruchung. Jede Ausgabe steht unter einem bestimmten Motto, wie z.B. "Horror" bei der aktuellen Ausgabe 60, mit der ich auch gleich mal anfangen will.

md10031a.jpg Das rote Cover unterstreicht den teuflischen Inhalt des Titelbildes, eine kleine Einführungsgeschichte stimmt auf das Thema Horror ein. Die ersten zwei Innenseiten werden von einer großzügig gelayouteten Inhaltsangabe gefüllt. Danach folgen weitere zwei Seiten mit Vorwort. Wirklich lesenswert ist die Einführung "Grusel im Rollenspiel", die sich mit dem "feinen gotischen Horror" beschäftigt, der bewußt auf Splatter-Elemente verzichtet. Der Beitrag ist sehr gut geschrieben und hält locker mit den besseren Beschreibungen aus entsprechenden Rollenspielprodukten mit.
Mit der 'anderen Seite' des Genres, dem Splatter, beschäftigt sich das Shadowrun-Abenteuer "Rotting Village". Weiter geht's mit vier gruseligen Kurzgeschichten. Passend zum Thema, werden - recht universell - drei neue Jäger-Charakterklassen vorgestellt und mit Geschichten ausgeschmückt. Die meisten Horror-Fans werden Kult schon kennen, für alle anderen gibt es eine Systemvorstellung. Passend dazu folgt das sechsseitige Kult-Abenteuer Shihayazad.
Ebenfalls ein Highlight stellt der Comic Die Abenteuer von Bruno dem Banditen dar - allerdings in englischer Sprache!? Entweder ist das ein Versehen (in Ausgabe 59 war dieser Comic deutsch) oder man ist vom Übersetzen abgekommen, um die sprachlichen Gags nicht zu opfern. Aus der unkommerziellen Ecke folgt eine Systemvorstellung des SciFi-Fun-Haussystems Astra 19 (meiner Ansicht nach zu umfangreich ausgefallen).
Ebenso etwas zu umfangreich (23 Seiten) ist der Block mit Rezensionen von Romanen, Rollenspielprodukten und Gesellschaftsspielen. Dafür gibt es noch einen Leckerbissen zum Schluß: Hakim's Kochecke. Bei den drei Rezepten läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen ... gute Idee. Insgesamt ein gelungener Band der das Thema Horror gut rüberbringt. Man merkt, daß die Artikel mit viel Engagement zusammengestellt wurden. Die Illustrationen sind (bis auf den Comic) eher fanischer Durchschnitt.

Die Januar-Ausgabe Nr. 59 gibt sich betont spacig. Bereits das Cover spielt mit seiner Illu von Boba Fett (einem Star Wars-Kopfgeldjäger) auf den Inhalt zum Thema Spacerun an. Nach 6 Seiten Inhalt, Vorwort und Leserbriefen (alles schön übersichtlich) beginnt die Intro zu Spacerun, einem Zukunftsrollenspiel im Jahre 2356, das auf Shadowrun (2056) basiert. Die weiteren Seiten beschreiben daher im wesentlichen die Änderungen zu den Shadowrun-Regeln und dem SR-Hintergrund. Dazu gibt es (eigenständige) Kurzgeschichten, drei passende Volksbeschreibungen, reichlich neue Waffen (mit geklauten? Star Wars Illustrationen...nana!), eine Sternenkarte. Etwas vom Thema abweichend, ist der zweite Teil der Rubrik Zinnfiguren bemalen, die Stilblüten (Sprüche aus Runden), der (excellente!) Comic "Die Abenteuer von Bruno dem Banditen" und Hakim's Kochecke *mjam*.
Das Ende bestreiten wieder 26 Seiten Rezensionen und diesmal auch ein Vergleichstest 'Online Versandhandel' - ansich alles vielleicht sinnvoll, aber dafür insgesamt 26 Seiten verheizen ?
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Fazit:
Zwar weist die Anduin auch die ein oder andere Macke auf, aber ansich kann man mit dem ordentlichen Layout und den Inhalten sehr zufrieden sein. Einziges wirkliches Manko sind die zuviel Platz wegnehmenden Produkttests (ca. 30%), die man besser mit Spielmaterial füllen könnte - dann wäre das ein echt galaktisches Mag!. Der Preis ist angesichts der Werbefreiheit angemessen kalkuliert, aber im direkten Vergleich zu anderen Fanzines hoch.

Dogio the Witch

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