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Niemandsland - Grabenkrieg und Heimatfront

Produkttyp: Abenteuer und Quellenmaterial ¸ Hardcover mit 260 Seiten für [Cthulhu] / Call of Cthulhu

Sprache: Deutsch

Verlag: Pegasus Press [HP]

Preis: 30 Euro (ca. Preis, unverbindlich, ggf. gerundet)

Erstveröffentlichung: 2007

Rezension: keine vorhanden

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Info-Text:
Der 1. Weltkrieg ist eine ganz zentrale Zeit¸ denn er prägte die 1920er¸ das Hauptsetting in Cthulhu¸ in vielen Ländern entscheidend mit. Fast alle Charaktere der 1920er¸ jedenfalls viele amerikanischen und alle britischen und deutschen¸ haben den 1. Weltkrieg als jüngste Vergangenheit als persönlichen Erlebenshintergrund. Bisher wurde dieser Hintergrund bei Cthulhu-Herstellern weltweit weitgehend ausgeblendet. Wir dagegen machen dieses wichtige Kapitel der Geschichte für Charaktere unmittelbar erlebbar. Zukünftig kann man also die Charakterentwicklung in diesem Geschichtsabschnitt beginnen lassen¸ bevor man in das klassische Spiel in den 1920ern einsteigt. Nach einigem Hin und Her stand das Gesamtkonzept¸ und nicht weniger als 15 Autoren waren an dem Projekt beteiligt. Es zeigte sich schnell¸ wie schwer es war¸ Texte so zu formulieren¸ dass sie die Gratwanderung zwischen zwei von uns ungewollten Polen bewältigen konnten. Einerseits sollte kein 'Hurrah-hau-drauf-Gefühl' beim Leser aufkommen¸ was für ein Fantasy-Setting sicherlich legitim gewesen wäre¸ aber eben nicht bei einem Krieg¸ der sich wirklich ereignet hat. Andererseits sollte nicht die Botschaft vermittelt werden: 'Wenn du im Setting 'Erster Weltkrieg' spielen willst¸ bist du ein abgestumpfter und sozial unverträglicher Zeitgenosse.' Der schmale Grat¸ der unser Ziel war¸ kann wohl so benannt werden: 'Du darfst gerne in diesem Setting spielen und daran Spielspaß haben¸ aber du darfst nie vergessen¸ dass das nichtübernatürliche Grauen echt war.' Oder aus einer anderen Richtung definiert: 'Wir wollen nicht 'den Krieg' spielen¸ sondern 'Cthulhu während des Krieges'. Lange Rede¸ kurzer Sinn: Nach und nach entstanden immer mehr Manuskripte¸ welche die Autoren untereinander austauschten¸ um möglichst effektiv zu arbeiten¸ also beispielsweise in der Nomenklatur deckungsgleich zu sein¸ Überschneidungen zu vermeiden etc. Durch die Unterschiedlichkeit der Themen mussten danach die fertigen Texte (also nach Lektorat und Korrektorat) teilweise sehr verschachtelt ineinander gefügt werden¸ um ein stimmiges und gut lesbares Gesamtwerk zu ergeben. Eine extrem anstrengende Arbeit¸ die man getrost seinem ärgsten Feind wünschen mag. Doch auch dies bewältigte das Autorenteam. Und was wird man vorfinden¸ wenn der Band erscheint? Der Sachteil umfasst zunächst einen historischen Überblick über den Verlauf des Krieges¸ angefangen bei den Ursachen bis hin zu den Auswirkungen auf die Nachkriegszeit. Verschiedene spezielle Kriegsschauplätze werden beleuchtet¸ beispielsweise die Kolonien oder der Nahe Osten¸ zudem einige historische Personen als NSCs dargestellt. Logischerweise widmet sich ein Kapitel explizit der 'Heimatfront'¸ und ein anderes schildert den 'Alltag an der Westfront'. Danach folgt der rollenspielerische Teil – angefangen bei der Charaktererschaffung¸ über Waffen und Ausrüstung bis hin zu Fahrzeugen. Es gibt neue Regeln¸ mit denen Kampfhandlungen mit zahlreichen Beteiligten abgewickelt werden können¸ wie beispielsweise Sturmangriffe. Zudem gibt es Tipps¸ wie man den Weltkrieg in den persönlichen Hintergrund normaler 20er Jahre – Charaktere einbauen kann. Dem Sachteil folgen drei Abenteuer¸ bei denen die Vorgabe war¸ möglichst unterschiedliche Schauplätze und Zeitpunkte während des Kriegsverlaufes zu bieten. 'Schwarzer Sand' von Sebastian Weitkamp spielt 1914 und beginnt in Deutschland¸ dann verlagert sich die Handlung nach Deutsch-Südwest¸ also in eine Kolonie¸ und die Charaktere werden dabei mit dem Kriegsausbruch konfrontiert. 'Ein Sommenachtsalptraum' von Oliver Adam und Uwe Weingärtner spielt 1916 an der Westfront¸ wo die Charaktere als Angehörige des Militärs den Schrecken der Somme-Schlacht erleben¸ während sie die Ursache für vermehrte Desertationen untersuchen und dabei zudem cthuloide Machenschaften vereiteln müssen. 'Wir ziehen gen Engeland' von Ralf Sandfuchs spielt schließlich im Jahre 1917 an der Heimatfront¸ nämlich im Raum Hamburg¸ wo die Charaktere auf die eine oder andere Art an der Entwicklung eines neuen Luftschiffes beteiligt sind. Als Abschlussbemerkung bleibt nur zu sagen¸ dass es ungeachtet des düsteren Themas eine Freunde war¸ diesen Band als Redakteur zu betreuen.

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